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Woop woop woop, dear customers : heute Abend kommt endlich unsere Trommel-Doku auf ARTE, für die wir vor genau einem Jahr mit den Drehs begonnen haben. Das ist ein Film mit ziemlich abseitigen, sehr schönen und erkenntnisreichen Geschichten rund ums Trommeln. Die Doku ist vom Storytelling gar nicht so, wie die Leute, die für die „Stages der Mediatheken“ im Moment zuständig sind, es gerne hätten, denn sie zeigt nicht eine Protagonist*in beim… Weiterlesen

Das ist Takuya. Ein Taiko-Trommler aus Fukui. Er nennt sich auch „Taikoist“, was ein bisschen komisch nach Egoist klingt, obwohl da eigentlich ein Echo von „Solist“ mitschwingen sollte. Takuya habe ich kennen gelernt, als ich auf der Suche nach einem japanischen Trommler war, den ich in Japan in einem Tempel filmen wollte. Für „drum stories“. So heißt mein neuer ARTE-Film, der etwas weirde Geschichten über die Trommel und das Trommeln erzählt und… Weiterlesen

Die documenta 14 schließt morgen in Kassel. 7 Millionen Euro Schulden habe man gemacht, so kolportiert die Presse. Von einem „Bankrott“ ist die Rede. In einem fulminanten Brief haben sich Adam Szymczyk und sein kuratorisches Team nun dazu geäußert. Im Szymczyk Jargon, poststrukturalistisch, natürlich. „Im Geiste einer gemeinsamen Auseinandersetzung glauben wir, dass es an der Zeit ist, das System der Wertschöpfung solcher Megaausstellungen wie der documenta auf den Prüfstand zu stellen.“ Und… Weiterlesen

Als ich Maurice Steger nach einem Blockflötenbauer fragte, der die Instrumente noch von Hand anfertigt, am liebsten so ganz idyllisch in den Schweizer Bergen, war schnell von Ernst Meyer als dem „Mann in den Bergen“ die Rede. Ernst Meyer hat für Maurice Flöten gebaut, er muss ein begnadeter Blockflötenbauer gewesen sein, ein fantastischer Mensch, ein Genie, denn er hat die Flöte weiter entwickelt zu einem Instrument, das sich in großen Konzerthäusern solistisch… Weiterlesen

Die letzten Drehtage mit Maurice Steger für die arte-Doku. Die Sonne scheint, und der schwierigste Teil des Films steht bevor. Nach einer Woche in Schönried, in der wir Maurice mit der Kamera nur beobachtet haben, wollen wir uns noch einmal mit ihm in Zürich treffen, um „Persönliches“ zu drehen. Keine Homestory, aber Bilder, die so signifikant sind, dass man über sie sofort einen Eindruck von Maurices Persönlichkeit bekommt. Das ist nicht so… Weiterlesen

Vom Abschiedskonzert in der kleinen Kirche in Rougemont war ja schon einmal die Rede. Es war wirklich in vielerlei Hinsicht ein besonderes Konzert, eben auch weil sich eigens eine Baroque Boy Group formatiert hat. Sebastian Schmidt spielt Flöte, um ihn herum die Crème de la Crème der Barockmusik: Maurice Steger am Cembalo, Dieter Weitz perlt ebenfalls sehr glitzernde Arpeggien dazu auf die Tastatur, Daniele Caminiti schäumt mit Akkorden auf der Theorbe, und… Weiterlesen

Heute kommt hier mal zur Abwechslung eine Bildbeschreibung. Und die geht so: Die eine links bin ich, der andere rechts ist Marco. Marco Postinghel. So weit, so gut. Marco ist Fagottist, Solofagottist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Experte für Barockmusik. Marco und ich sitzen in einer berückend schönen Kirche in Rougemont in der Schweiz, eine kleine kompakte romanische Kirche ist das mit dicken speckigen Mauern, die schon 1080 erbaut wurde. Wenige… Weiterlesen

In China gibt man sich gern internationale Namen, aus lauter Höflichkeit, weil wir Ausländer viele chinesische Namen nicht so gut aussprechen können.  Es geht auch anders rum, d.h. Ausländer bekommen einen chinesischen Namen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Beijing wurde ich auch getauft, obwohl man Na Ta Sha – also die drei Laute meines Namens – super aussprechen kann. Die Silben haben sogar sehr nette Bedeutungen. Das hat mir einmal ein Stempelschnitzer… Weiterlesen