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Als ich Maurice Steger nach einem Blockflötenbauer fragte, der die Instrumente noch von Hand anfertigt, am liebsten so ganz idyllisch in den Schweizer Bergen, war schnell von Ernst Meyer als dem „Mann in den Bergen“ die Rede. Ernst Meyer hat für Maurice Flöten gebaut, er muss ein begnadeter Blockflötenbauer gewesen sein, ein fantastischer Mensch, ein Genie, denn er hat die Flöte weiter entwickelt zu einem Instrument, das sich in großen Konzerthäusern solistisch… Weiterlesen

Die letzten Drehtage mit Maurice Steger für die arte-Doku. Die Sonne scheint, und der schwierigste Teil des Films steht bevor. Nach einer Woche in Schönried, in der wir Maurice mit der Kamera nur beobachtet haben, wollen wir uns noch einmal mit ihm in Zürich treffen, um „Persönliches“ zu drehen. Keine Homestory, aber Bilder, die so signifikant sind, dass man über sie sofort einen Eindruck von Maurices Persönlichkeit bekommt. Das ist nicht so… Weiterlesen

Vom Abschiedskonzert in der kleinen Kirche in Rougemont war ja schon einmal die Rede. Es war wirklich in vielerlei Hinsicht ein besonderes Konzert, eben auch weil sich eigens eine Baroque Boy Group formatiert hat. Sebastian Schmidt spielt Flöte, um ihn herum die Crème de la Crème der Barockmusik: Maurice Steger am Cembalo, Dieter Weitz perlt ebenfalls sehr glitzernde Arpeggien dazu auf die Tastatur, Daniele Caminiti schäumt mit Akkorden auf der Theorbe, und… Weiterlesen

Heute kommt hier mal zur Abwechslung eine Bildbeschreibung. Und die geht so: Die eine links bin ich, der andere rechts ist Marco. Marco Postinghel. So weit, so gut. Marco ist Fagottist, Solofagottist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Experte für Barockmusik. Marco und ich sitzen in einer berückend schönen Kirche in Rougemont in der Schweiz, eine kleine kompakte romanische Kirche ist das mit dicken speckigen Mauern, die schon 1080 erbaut wurde. Wenige… Weiterlesen

15 junge Spieler, so talentiert, dass sie eine Woche lang in einer Meisterklasse mit Maurice Steger Musik machen dürfen. Ja, „dürfen“, denn selbst wenn man nicht Blockflöte spielt, dann kann man sich als Zuschauer ins Publikum setzen und zuhören und sich freuen: wie fantastisch sie spielen und wie aufregend Maurice Steger sie Schritt für Schritt weiterführt. In die Barockwelt, zu ihrer Flöte (die guten Instrumente kosten über 3000 Euro), zu ihrer Spielerpersönlichkeit…. Weiterlesen

Zu gerne hätte ich am ersten Juli-Wochenende in Wimbledon vorbeigeschaut, aber es hat sich leider nicht ergeben. Ich hatte einen anderen Job in London. Und der hat mich mindestens ebenso mega-beeindruckt. Ich fange mal weiter vorne an. Wer öfter Radio hört oder selber macht, vor allem was mit klassischer Musik, der hat es ab und zu mal mit Konzertsälen und Aufführungsorten zu tun. Man hört dann „Covent Garden“ oder „Carnegie Hall“ oder… Weiterlesen

Dass es knapp eine Dreiviertelstunde von Frankfurt entfernt seit über 30 Jahren ein Paradies für Blockflöten-Spezialisten gibt, ein Paradies, das alljährlich für drei Tage auf- und wieder abgebaut wird, wussten wir alle nicht. Stockstadt am Rhein, recht hübsch gelegen im Naturschutzgebiet, aber auch ein ganz klein wenig ab vom Schuss, zieht seit Jahrzehnten Profimusiker und Blockflöten-Nerds an. Sie kommen aus den USA, aus Italien, aus der Schweiz, aus Skandinavien, ja sogar aus… Weiterlesen

Alle sind vernarrt in Maurice. Moa Li Ze: ungefähr so sprechen sie seinen Namen aus. Und sein Nachname Steger geht ungefähr so: Sch’t I Ger. Vom Taxifahrer bis zum Bürgermeister von Hsinchu: sie alle haben jetzt ein Foto mit Maurice. Mindestens eins und auch ein Autogramm. Maurice Steger wird geradezu vergöttert hier. Man kann das ein bisschen befremdlich finden von außen betrachtet, nicht aber wenn man drei Tage lang dabei ist und… Weiterlesen

In China gibt man sich gern internationale Namen, aus lauter Höflichkeit, weil wir Ausländer viele chinesische Namen nicht so gut aussprechen können.  Es geht auch anders rum, d.h. Ausländer bekommen einen chinesischen Namen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Beijing wurde ich auch getauft, obwohl man Na Ta Sha – also die drei Laute meines Namens – super aussprechen kann. Die Silben haben sogar sehr nette Bedeutungen. Das hat mir einmal ein Stempelschnitzer… Weiterlesen