Ooh ooh Oolong

Nachdem ich mich in den ersten Jahren meiner Chinareisen ausschließlich um Jasmintee gekümmert habe und wirklich mal an die 100 Euro für 50g ausgab, liegt mein Augenmerk seit einigen Jahren auf Oolongtee, der vorzugsweise aus Taiwan stammt. Auch hier kann man verrückt viel Geld ausgeben für Tee und handgemachte kleine Oolong-Kännchen, von denen ich zwei schon zu Hause habe. Ein kleines Vermögen. Wie man Oolongtee zubereitet, habe ich – ich weiß gar nicht mehr wo – gelernt. Auf jeden Fall habe ich alles zuhause in einem Teeschränkchen, alles was man dafür so braucht, denn nichts ist schöner als eine Oolongtee-Session mit drei, vier Aufgüssen. Echt. Riechtässchen, Nase reinhalten. Köstlich. Danach kleinen Schluck nehmen. Wasser immer wieder neu aufkochen lassen. Es gibt da ganz bestimmte Regeln. 

Warum ich darauf komme. Ich habe gestern, eigentlich nur um beiläufig mitzuteilen, dass ich mich doch sehr für die chinesische eigentlich taiwanische Kultur interessiere, erzählt, dass ich Oolong mag. Und jetzt bin ich Besitzerin von diesen kleinen Päckchen. 

Yungtai hat sie mir geschenkt, es ist Oolongtee, der nicht verkauft wird, die Privatabfüllung eines Teebauern vom Ali Shan. Das war aber noch nicht alles. Nach der Blockflöten-Probe in dem kleinen Klassenzimmer ging es zwei Räume weiter zu zwei Männern, einer davon ein Pädiatrie-Arzt, und der war gerade drei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, um aus einer Bergquelle frisches, weiches Wasser zu holen für den nächsten Teeaufguss. Yepp! It’s funny cause it’s true. 

Also, tranken wir Tee. Richtig guten Tee! Oolong eben. Eine Art Champagner. Hellstes Gelb und genau die richtige Süße. 

Die Tütchen sehen leicht hubbelig aus, denn der Tee ist halb gerollt. Ganze Blätter. Natürlich! Man kann danach kaum schlafen, denn Oolong macht gut wach. Aber so zusammen zu sitzen, bei drei, vier Aufgüssen, das war schon ziemlich einmalig.  

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